Ebenso wie durch andere Massenmedien wird unsere heutige Kultur von Computerspielen geprägt. Es findet eine Beeinflussung der Menschen moderner Gesellschaften statt. Gerade der Alltag von Jugendlichen wird durch die Welt der PC-Games stark beherrscht.
Die einzelnen Industriestaaten stehen dieser Art von Spiel sehr unterschiedlich gegenüber. In Deutschland beispielsweise herrschen diesbezüglich viele verwehrende Vorurteile. In Südkorea hingegen hat sich eine bedeutende Spiel- und Spieler Kultur entwickelt. Man kann von einer Manifestierung der Videospielkultur in den Industrieländern sprechen.
Neben Film, Musik und bildender Kunst wird das PC-Spiel nicht als eine Kunstform akzeptiert.
Computergames erfordern in gewisser Hinsicht eine Art Lernprozess. Um ein PC-Spiel bedienen zu können sind z.B. gute Auge-Hand Koordinationen von Nöten, sowie Kenntnisse der gebräuchlichen Konventionen in einem Computerspiel. Es zeigt sich, dass diese Fertigkeiten jüngeren Menschen eher leicht fallen und ältere Generationen häufig mit großen Schwierigkeiten bzgl. der Bedienung zu kämpfen haben.
Generell lässt sich festhalten, dass eher männliche Personen an Computerspielen interessiert sind, als weibliche. Im Jahr 2003 lag das Durchschnittsalter der Computerspieler bei 18-23 Jahren.
Das Thema Gewalt spielt eine große Rolle, was PC-Games angeht. Die Auswirkung dieser, ist oftmals Gegenstand kontroverser Streitgespräche. Hauptsächlich geht es dabei um die Art und Weise, wie Gewalt in Spielen eingesetzt und demonstriert wird, da dies fatale Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung- vor allem von Kindern und Jugendlichen- haben kann. Es wird nämlich davon ausgegangen, dass ein Gewaltspiel einen Menschen auch in der Realität aggressiv und brutal machen kann. Viele Studien, welche teilweise auch schon Mitte der 80er Jahre durchgeführt wurden, versuchen dies zu beweisen. Hierbei spielen aber auch noch andere Faktoren, wie z.B. der soziale Hintergrund, eine maßgebliche Rolle. Allerdings ist bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht überzeugend belegt worden, dass solche Gewaltspiele tatsächlich die menschliche Psyche negativ beeinflussen. Außerdem wird wollen Wissenschaftlern auf die Suchtgefahr bei übermäßigem Konsum dieser Spiele aufmerksam machen. Es kommt hierbei auch auf die Art von Spiel an, denn gewisse Typen stellen ein höheres Suchtpotenzial dar, als andere; so z.B. das sog. Online-Rollenspiel.
In einem Zeitraum von ca. 50 Jahren fand eine Entwicklung der Computerspiele von eigentlich technischen Versuchen zu einer der bedeutendsten Freizeitbeschäftigungen.
Damals wurde zunächst versucht, herkömmliche Spiele, wie beispielsweise das Mühle-Spiel, auf einem PC umzusetzen. Das Computerspiel sollte in Form von Videospielkonsolen auch für den Heimanwender interessant gemacht werden, was von den Firmen Atari und Magnavox als erstes in die Tat umgesetzt wurde. Es bewies sich als schnell wachsender Massenmarkt.
In den 1980er Jahren entwickelten sich zunächst zwei Arten des PC-Spiels, die technisch unterschiedlich waren. Zum einen gab es das Videospiel, welches auf speziellen Spielkonsolen gründet und zum anderen gab es das Computerspiel, das für den PC ausgerichtet wurde.
Es zeigt sich also, dass es sich bei Computerspielen oder allgemein Spielen dieser Art um eine weit verbreitete Form der Unterhaltung handelt. In den meisten Ländern hat sich sogar ein eigenständiges Großgewerbe entwickelt, dessen Umsätze zum Teil die der Filmindustrie überschreiten.